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Qwen3-tts/docs/PROJECT_OVERVIEW.md

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2026-06-18 17:27:42 +02:00
# Projektueberblick: Qwen3-TTS
Dieses Repository beschreibt und betreibt einen Qwen3-TTS-Service auf Basis von
`vllm/vllm-omni`. Es enthaelt die Containerkonfiguration, Startlogik,
Deployment-Parameter und einfache Testclients fuer REST- und WebSocket-Zugriffe.
Der eigentliche Modellserver kommt aus dem vLLM-Omni-Image; dieses Repo kapselt
vor allem Betrieb, Konfiguration und API-Nutzung.
## Zweck
Der Service stellt Text-to-Speech auf Port `8091` bereit. Standard ist
`Qwen/Qwen3-TTS-12Hz-1.7B-CustomVoice`; fuer dialogweite feste
geklonte Stimmen wird `Qwen/Qwen3-TTS-12Hz-1.7B-Base` gestartet. Er unterstuetzt
zwei Nutzungsarten:
- REST-Vollausgabe ueber `POST /v1/audio/speech`
- inkrementelles Streaming ueber `WS /v1/audio/speech/stream`
Das Streaming-Protokoll ist fuer Token-Streams aus LLMs gedacht: Textfragmente
werden fortlaufend gesendet, der Server segmentiert an Satz- oder
Teilsatzgrenzen und gibt Audio pro Segment zurueck.
## Architektur
Der Container startet `vllm-omni serve` mit Omni-Modus und einer
Deployment-Konfiguration aus `deploy/qwen3_tts.yaml`. Die Pipeline besteht aus
zwei Stages:
- Stage 0: Talker-LLM fuer die sprachliche Token-/Codec-Erzeugung
- Stage 1: Code2Wav-Decoder fuer die Audiosynthese
Beide Stages laufen auf GPU `0` und kommunizieren ueber einen
Shared-Memory-Connector. `async_chunk: true` und `codec_streaming: true`
aktivieren chunked Audioausgabe. Die Konfiguration ist auf eine geteilte
DGX-Spark-Maschine mit begrenzter GPU-Speichernutzung ausgelegt
(`gpu_memory_utilization: 0.08` pro Stage).
## Wichtige Dateien
- `docker-compose.yml`: definiert den Service `qwen3-tts`, nutzt
`vllm/vllm-omni:latest-aarch64`, bindet Port `8091` fuer die API und `8092`
fuer die Browser-Oberflaeche, mountet Hugging-Face-Daten sowie Deployment-,
Entrypoint- und UI-Dateien.
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- `docker/entrypoint.sh`: startet die Voice-Cloning-Oberflaeche im Container, startet
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den vLLM-Omni-Server und fuehrt nach erfolgreichem Healthcheck einen
Warmup-Request aus, damit CUDA-Graph-/Compile-Kosten nicht den ersten echten
Nutzerrequest treffen.
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- `scripts/start.sh`: startet den Compose-Service, filtert relevante Containerlogs in
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lesbare Statusmeldungen und wartet auf `/health`.
- `deploy/qwen3_tts.yaml`: aktive Deployment-Konfiguration fuer die zweistufige
TTS-Pipeline, Streaming-Connectoren, Sampling-Parameter und Speicherlimits.
- `deploy/qwen3_tts.streaming.yaml`: aktuell identisch zur aktiven
Deployment-Konfiguration; offenbar als explizite Streaming-Variante abgelegt.
- `STREAMING_API.md`: detaillierte API-Dokumentation fuer REST, WebSocket,
Session-Protokoll, Audioformate, Segmentierung und bekannte Latenzwerte.
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- `tests/test_http.py`: einfacher REST-Test gegen `http://localhost:8091`, schreibt
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`test_output.wav`.
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- `tests/test_ws.py`: WebSocket-Streaming-Test gegen
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`ws://localhost:8091/v1/audio/speech/stream`, sammelt PCM-Chunks und schreibt
`test_stream_output.wav`.
- `ui/voice-cloning.html`: einfache Browser-Oberflaeche fuer Voice Cloning mit
Referenzaudio, Referenztranskript, Zieltext und Ausgabeplayer.
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- `docker/voice_clone_ui.py`: kleiner lokaler Webserver, der die HTML-Oberflaeche
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ausliefert und REST-Anfragen als Same-Origin-Proxy an den TTS-Service
weiterleitet.
## Betrieb
Der normale TTS/UI-Service wird gestartet und gestoppt ueber:
```bash
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./scripts/start_tts.sh
./scripts/stop_tts.sh
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```
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`./scripts/start.sh` bleibt als kompatibler Wrapper auf `start_tts.sh` erhalten. Beim
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Start des TTS-Service wird ein eventuell laufender Clone-Container automatisch
gestoppt. Das Skript startet danach `qwen3-tts`, beobachtet die Logs und beendet
sich erfolgreich, sobald `http://localhost:8091/health` antwortet. Die UI ist
unter `http://localhost:8092/` erreichbar. Der WebSocket-Logging-Proxy laeuft auf `ws://localhost:8094/v1/audio/speech/stream`.
Voraussetzungen sind ein Docker-Setup mit NVIDIA-Runtime, Zugriff auf GPU `0`
und ein lokaler Modell-/Cache-Mount unter `/home/guru/vllm/data/root`, der in den
Container als `/root` eingebunden wird.
## Dialogbetrieb mit fester geklonter Stimme
Die Qwen-Hugging-Face-Modelcard listet `Qwen/Qwen3-TTS-12Hz-1.7B-Base`
als Base-Modell fuer 3-Sekunden-Voice-Cloning und beschreibt wiederverwendbare
Voice-Clone-Prompts. Im lokalen vLLM-Omni-Code wird ein gespeicherter oder aus
`ref_audio` extrahierter Speaker-Anker als `ref_spk_embedding` an Qwen3-TTS
uebergeben. Fuer einen Voice-Dialog ist deshalb der richtige Betriebsmodus:
```bash
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./scripts/download_qwen3_tts_base.sh # einmalig, falls das Base-Modell noch fehlt
./scripts/start_dialog_tts.sh # startet qwen3-tts mit Qwen3-TTS-12Hz-1.7B-Base
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```
Danach unter `http://localhost:8092/` die Referenzstimme speichern und fuer
Ausgaben `Gespeicherte Stimme` mit Task `Base` verwenden. Der Server nutzt dann
bei jeder Synthese dieselbe gespeicherte Referenzstimme; intern wird daraus der
Qwen3-TTS-Speaker-Anker erzeugt und gecacht. Fuer harte Persistenz ohne
Referenzaudio kann alternativ ein passender 2048-dim `speaker_embedding` ueber
`/api/voice-vectors` gespeichert und bei jeder Ausgabe mitgesendet werden.
`seed` bleibt zusaetzlich sinnvoll, ersetzt aber keinen Speaker-Anker. Der
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Runtime-Patch `docker/patch_qwen3_tts_runtime.py` sorgt dafuer, dass `seed` im
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WebSocket-Pfad tatsaechlich an jedes Segment weitergereicht wird und die
relevanten Werte im Containerlog sichtbar sind.
## API-Nutzung
REST eignet sich fuer komplette Eingabetexte und liefert standardmaessig eine
WAV-Antwort. Der Testclient nutzt:
```bash
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python3 tests/test_http.py
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```
WebSocket eignet sich fuer Low-Latency-Szenarien, in denen Text schrittweise
eintrifft. Eine Session beginnt mit `session.config`, nimmt danach beliebig viele
`input.text`-Frames an und wird mit `input.done` abgeschlossen. Audio kommt als
PCM-Binaerframes oder WAV-Bloecke zurueck. Der Testclient nutzt:
```bash
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python3 tests/test_ws.py
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```
Details zu Nachrichtentypen, Timeouts, Audioformaten und externem Zugriff stehen
in `STREAMING_API.md`.
## Voice-Cloning-Oberflaeche
Die Browser-Oberflaeche laeuft im selben Container wie der TTS-Service. Beim
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Start ueber `./scripts/start.sh` wird neben der API auf Port `8091` auch die UI auf Port
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`8092` veroeffentlicht:
```text
http://localhost:8092/
```
Der im Container gestartete Proxy leitet `POST /api/v1/audio/speech` intern an
`http://localhost:8091/v1/audio/speech` weiter. Dadurch muss der Browser keine
direkten Cross-Origin-Requests an die TTS-API senden. Zusaetzlich verwaltet der
Proxy persistente Speaker-Vektoren unter `/root/.cache/qwen3-tts-ui/vectors`
und stellt dafuer diese lokalen Routen bereit:
- `GET /api/voice-vectors`
- `POST /api/voice-vectors` mit `name`, `description`, `embedding`
- `GET /api/voice-vectors/{name}`
- `DELETE /api/voice-vectors/{name}`
- `POST /api/voice-vectors/{name}/speech` fuer Synthese mit `speaker_embedding`
Die Oberflaeche unterstuetzt zwei Testpfade:
- `Gespeicherte Stimme`: listet Stimmen ueber `GET /api/v1/audio/voices`,
erzeugt Testaudio mit `voice: <name>` und kann hochgeladene Stimmen loeschen.
- `Ad-hoc Referenz`: sendet `ref_audio` und `ref_text` direkt im Speech-Request,
ohne die Stimme dauerhaft zu speichern.
Neue Stimmen koennen in der UI mit Referenzaudio, Referenztranskript, Name,
Consent-ID und Beschreibung ueber `POST /api/v1/audio/voices` gespeichert
werden. Der Proxy leitet diese Route im Container an `/v1/audio/voices` weiter.
`ref_audio` kann beim Ad-hoc-Test als Data-URL oder reine Base64-Zeichenkette
gesendet werden. Welche Variante akzeptiert wird, haengt vom
vLLM-Omni/Qwen3-TTS-API-Schema des laufenden Images ab. Falls der aktuell
gestartete Modellpfad `Qwen/Qwen3-TTS-12Hz-1.7B-CustomVoice` kein `Base`-Cloning
unterstuetzt, meldet die API einen Fehler; dann muss im UI-Feld `Modell` ein
klonfaehiges Qwen3-TTS-Modell eingetragen und der Container entsprechend
gestartet werden.
## Optionaler Clone-Service
Fuer die Trennung von produktiver TTS-Ausgabe und Voice-Cloning gibt es einen
optionalen zweiten Container `qwen3-tts-clone` im Compose-Profil `clone`. Er
laeuft auf Port `8093` und wird nur bei Bedarf gestartet:
```bash
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QWEN3_TTS_CLONE_MODEL=<lokal-verfuegbares-clone/base-modell> ./scripts/start_clone.sh
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```
Beim Start des Clone-Service wird der normale TTS/UI-Container automatisch
gestoppt. Damit laufen TTS und Clone nicht gleichzeitig auf derselben GPU.
`clone_model.sh` bleibt fuer manuelles `status`, `logs` und `unload` erhalten:
```bash
2026-06-19 17:22:28 +02:00
./scripts/stop_clone.sh
./scripts/clone_model.sh status
./scripts/clone_model.sh logs
./scripts/clone_model.sh unload
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```
Default fuer den Clone-Service ist jetzt `Qwen/Qwen3-TTS-12Hz-1.7B-Base`.
Wenn das Modell noch nicht im lokalen Hugging-Face-Cache liegt, zuerst
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`./scripts/download_qwen3_tts_base.sh` ausfuehren oder dem Container funktionierenden
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Internet-/DNS-Zugriff geben.
Der UI-Proxy kennt dafuer diese optionalen Routen:
- `GET /api/clone/health` -> `qwen3-tts-clone:8093/health`
- `POST /api/clone/speech` -> `qwen3-tts-clone:8093/v1/audio/speech`
Die normale TTS-Ausgabe kann bereits gespeicherte Speaker-Vektoren verwenden.
Dafuer sendet `POST /api/voice-vectors/{name}/speech` den gespeicherten Vektor
als `speaker_embedding` mit `task_type: Base` und `x_vector_only_mode: true` an
den Haupt-TTS-Service.
## Bekannte Eigenschaften und Risiken
- Das Repo enthaelt keine eigene Serverimplementierung; Verhalten und API werden
vom verwendeten vLLM-Omni-Image und Modellcode bestimmt.
- Die Compose-Konfiguration pinnt das Image nicht auf einen Digest. Updates von
`vllm/vllm-omni:latest-aarch64` koennen Verhalten oder Kompatibilitaet aendern.
- `deploy/qwen3_tts.yaml` und `deploy/qwen3_tts.streaming.yaml` sind derzeit
doppelt vorhanden. Wenn beide Varianten dauerhaft gebraucht werden, sollte der
Unterschied dokumentiert oder eine Datei entfernt werden.
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- `tests/test_ws.py` installiert `websockets` bei fehlendem Import automatisch per pip.
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Das ist praktisch fuer lokale Tests, aber fuer reproduzierbare Umgebungen
weniger kontrolliert als eine explizite Requirements-Datei.
- Die Voice-Cloning-Oberflaeche ist ein Client fuer vorhandene API-Felder. Sie
extrahiert oder trainiert keine Sprechervektoren selbst.
- Die Streaming-Doku weist auf moegliche Stimm-Drift zwischen Segmenten hin, weil
jedes Segment separat synthetisiert wird.
## Kurzfazit
Das Projekt ist ein schlankes Betriebs- und Integrationsrepo fuer einen
Qwen3-TTS-Service. Sein Schwerpunkt liegt auf GPU-Deployment, Warmup,
Low-Latency-Streaming und pruefbaren Clientbeispielen, nicht auf eigener
Modellentwicklung oder einer selbst implementierten API-Schicht.